Verkaufen macht auf „Kleinem Markt“ Spaß

Ein Artikel von Friedrich-Wilhelm Schiller im Anzeiger Burgdorf & Uetze vom 09.04.2014:

Dienstag-Markt hat sich zu einem Treffpunkt im Dorf entwickelt

Allen Unkenrufen zum trotz besteht der Kleine Markt in Dedenhausen schon fünf Jahre. Nach Ansicht des Blumenhändlers Christian Swade aus Wipshausen kann er Vorbild für andere Dörfer sein.

Den Kleinen Markt hatte die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Marion Gellermann vor fünf Jahren ins Leben gerufen, um die Grundversorgung zu verbessern. „Es gab damals bis auf das Kleine Käselädchen keine Einkaufsmöglichkeit mehr im Dorf“, erinnerte sie sich gestern bei der Fünf-Jahres-Feier. Den Markttag hatte sie bewusst auf den Dienstag gelegt, weil dann auch das Kleine Kaselädchen geöffnet ist. „Wenn alle mitmachen, kann so etwas auch laufen“, sagte Carsten Noé, der mit seiner Frau Heike das Käselädchen betreibt. Wenn Hilfe benötigt werde, seien Dorfbewohner bereit, mit anzupacken, betonte Noé. So hatten gestern Einwohner Tische und Bänke aufgebaut, grillten Bratwürste und boten Kaffee und Kuchen an. „Der Kleine Markt ist eine tolle Einrichtung für Rentner, die nicht mehr mit dem Auto fahren können“, sagte die 74 Jahre alte Kathi Schröder. Das werde sie zu schätzen wissen, wenn sie selbst einmal nicht mehr mobil sein werde. „Meine Tochter freut sich auf jeden Dienstag, weil sie dann hier Kaffeestreifen kaufen kann. Anschließend holt sie aus dem Kleinen Käselädchen noch einen Kakao“, berichtete Tanja Köther. Karin Gelin strich heraus, dass der Kleine Markt sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt habe. „Man trifft sich und unterhält sich. Ab und zu kann man auch eine Bratwurst essen. Das fördert die Dorfgemeinschaft“, pflichtete ihr Gerd Gerlach bei. „Hier verkaufe ich in einer Stunde mehr als an einem Vormittag auf dem Burgdorfer Wochenmarkt“, sagte der Obsthändler Ralf Nötzel. Blumenhändler Swade lobte die familiäre Atmosphäre: „Man kennt sich. Hier macht das Verkaufen einfach Spaß.“

 

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